Betrieb und Schule
Das Schulministerium schreibt:
"Um
für benachteiligte Jugendliche drohende Arbeitslosigkeit möglichst schon
im Vorfeld des Übergangs von der Schule ins Berufsleben zu vermeiden und
gleichzeitig deren Berufs- und Arbeitsplatzwahl zu erleichtern, hat die Landesregierung
NRW das Projekt Betrieb und Schule ( BUS) entwickelt.
Schule,
Jugendhilfe und Arbeitsmarktpolitik wirken dabei zusammen, um diesen Jugendlichen
frühzeitig
individuelle Übergänge in Beruf und Arbeit zu ermöglichen."
Auch unsere Schule beteiligt sich am BUS-Projekt.

Das
Projekt richtet sich an benachteiligte Jugendliche im letzten Pflichtschuljahr,
die die Schule voraussichtlich ohne den Hauptschulabschluss und ohne konkrete
Perspektive für einen Ausbildungs- oder einen Arbeitsplatz verlassen.
Solche Jugendliche mit absehbar schwierigem Schul- und Berufsverlauf werden
durch eine Kombination schulischen Lernens mit betrieblicher Erfahrung in Förderpraktika
während des letzten Pflichtschuljahres auf den Übergang in Ausbildung
oder Beschäftigung vorbereitet.
Die Jugendlichen werden von den Schulen ausgesucht und beteiligen sich freiwillig
an dem Projekt.
Die
Jugendlichen lernen in der Regel an drei Tagen pro Woche in der Schule in
besonderen Klassen mit Blick auf die Anforderungen des Berufslebens. An zwei
Wochentagen (dienstags und mittwochs) befinden sie sich als Praktikantinnen
und Praktikanten in einem Betrieb und werden dort fachlich angeleitet.
Ziel des Projektes ist es, einen erfolgreichen Übergang in die Arbeitswelt
durch eine Maßnahme der vertieften Berufsorientierung im letzten Pflichtschuljahr
vorzubereiten bzw. zu ermöglichen.

Dabei setzt BUS insbesondere auf die Attraktivität des Betriebs als Lernort.
Durch diese andere bzw. neue Motivation der Jugendlichen sollen ihre Selbsthilfekräfte
gestärkt und Grundtugenden trainiert bzw. erlernt werden.
Wichtige Ziele sind hierbei:
• Erkennen des Zusammenhangs zwischen beruflichen und schulischen Anforderungen
• Fundierte und realistische Berufsorientierung
• Konkrete Auswahl und Besetzung eines Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatzes
im ersten Arbeitsmarkt
Die Erschließung von betrieblichen Praktikumsplätzen erfolgt durch
die jeweiligen Lehrkräfte, wobei eine möglichst gute Abstimmung zwischen
den Interessen und Befähigungen der Jugendlichen und den Beschäftigungsangeboten
der Betriebe angestrebt wird. Außerdem fungieren die Lehrkräfte
als Betreuungspersonal während der betrieblichen Praxisphasen und sind
zugleich Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für die Betriebe.
Die Erfahrung zeigt, dass viele Betriebe durch den erfolgreichen Umgang
mit diesen
Jugendlichen einen Mitarbeiter gewinnen, der absolut in ihr Betriebsumfeld
passt.

Das in der Regel ein komplettes Schuljahr dauernde Praktikum bietet den
Betrieben die Gelegenheit die Qualitäten und Fähigkeiten dieser Jugendlichen
kennen und schätzen zu lernen.
An der Kuhlenkampschule findet das Projekt BuS seit dem Schuljahr 2003/2004
statt. Insgesamt sind das einschließlich der Klasse im Schuljahr 2011/2012
bislang 100 Schülerinnen und Schüler. Davon haben bislang 23 SchülerInnen
einen Gesellenbrief erhalten, 10 haben eine Arbeitsstelle als Ungelernte,
17 befinden sich noch in der Ausbildung.